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frisurentrends
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Meine Erfahrungen mit Friseur und Frisuren

Es begann an einem dieser Tage, an denen man morgens aufwacht und eigentlich nichts Ungewöhnliches erwartet. Mein Freund und ich vertrieben uns den Nachmittag nach der Uni mit Shopping in der City, als mich plötzlich eine Frau mit einer dieser ziemlich auffälligen Frisuren von der Seite ansprach.

 

Sie erklärte, sie arbeite für ein bekanntes Friseur-Label und wäre auf der Suche nach bestimmten Haarmodelltypen. Ich würde genau zu einem neuen Sommertrend passen und ob ich nicht Lust auf eine neue Frisur hätte. Meine Schulterlangen, blond gesträhnten Haare hatten sich bis dahin als pflegeleicht und alltagstauglich erwiesen, aber ein wenig neugierig war ich schon. Sie zeigte mir Modefotos, die diesen an die 20er angelehnten Haartrend aufnahmen und machte mir den Starfriseur und Stylisten schmackhaft, der zu diesem Termin extra aus London eintreffen würde. Nach einigen Bedenken und einem aufmunternden Blick seitens meines Begleiters, sagte ich zu.

Nicht wirklich ahnend, was da genau auf mich zu kommen sollte, erschien ich zwei Tage später im Salon und sah mich einer Heerschar vor Leuten gegenüber, die alle offensichtlich wahnsinnig kreativ waren. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, bei der auch einige andere zukünftige Sommertrendkandidaten dabei waren, ging es los. Schnell wurde ich zum Meister persönlich gebracht, der mit kritischem Blick und flinken Fingern seinen Assistentinnen auf Englisch Anweisungen gab, wie und womit meine Haare nun zu behandeln seien.
Von nun an sollte ich vorerst keinen Spiegel mehr zu Gesicht bekommen. Mein Haupt wurde mit diversen Pasten bestrichen, welche hinterher wieder ausgewaschen wurden, um anschließend erneut aufgetragen zu werden. Es kribbelte gewaltig auf meinem Kopf und so langsam überkamen mich doch Zweifel. Zumal diese Prozedur endlos zu werden schien. Doch ganz plötzlich war alles vorbei. Der Londoner Starfrisör rückte mit seinem Gefolge an und begann zu schneiden. Strähne für Strähne fiel zu Boden und ich hätte zu gern gesehen, was da genau passiert. Ein “how gorgeous!“ ließ mich hoffen, dass die Begeisterung des Künstler auch auf mich abfärben würde.

Das Ergebnis war, sagen wir einmal, interessant! Mein Spiegelbild rief eine Mischung aus Panik und Faszination in mir hervor.

 

Ich hatte weißblondes Haar mit einem lichten roséfarbenen Glanz. Es wirkte wie eine gepuderte Perücke. Die Haare endeten jetzt oberhalb des Kinns, der Pony war reichlich asymmetrisch und der Nacken radikal rasiert.
Dazu wurde ich noch exzentrisch geschminkt und in ein 20er Jahre Kleid gesteckt. Ein Gesamtkunstwerk war das, keine Frage, aber das ich das sein sollte?

Spannend waren die anschließenden Reaktionen im Alltag. Mein Freund fand es toll, bei der Arbeit wurde ich anfangs gnadenlos ignoriert, weil ich schlichtweg nicht erkannt wurde und abends wurde ich doch tatsächlich angesprochen, ob ich nicht irgendwie berühmt sei. In einem Restaurant tuschelten die Kellnerinnen solange, bis mich eine ansprach, ob ich nicht ein Topmodel wäre. Das ging natürlich runter wie Öl! Alles in einem war es eine spannende Erfahrung, die ich nicht bereue.

 

Manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden. So eine Frisur hätte ich mir nie ausgesucht. Aber ein bisschen Mut zu Frisurenveränderungen schadet nicht. Sie wachsen schließlich wieder nach!

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